Pressemitteilung - 927(2010)

Stellvertretende Generalsekretärin: „Es besteht mehr Handlungsbedarf für die verwundbarsten Menschen mit Behinderung unter uns"

Straßburg, 02.12.2010 - Es bedarf eines größeren Engagements seitens der Regierungen, um die verwundbarsten Menschen mit Behinderung in Europa vor der „doppelten Diskriminierung“ zu schützen, erklärte die Stellvertretende Generalsekretärin des Europarates, Maud de Boer-Buquicchio, und forderte die Regierungen auf, anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember ihr nachhaltiges Engagement für jene Menschen zu bekräftigen, die am stärksten geschützt werden müssen.

Der Aufruf von de Boer-Buquicchio kommt wenige Tage vor der Veröffentlichung eines Zwischenfazits des Aktionsplans 2006-2015 für Menschen mit Behinderungen der 47 Mitgliedsstaaten umfassenden Organisation. Aus dem Bericht geht hervor, dass in Bezug auf Mobilität, Zugang zu Arbeitsplätzen und Bildung insgesamt bemerkenswerte Fortschritte erzielt wurden. Es bestehen jedoch weiterhin große Lücken betreffend der Hilfeleistung für die verwundbarsten Menschen mit Behinderung, darunter Frauen, Kinder, Senioren, Migranten und Flüchtlinge mit Behinderungen.

„Es ist wirklich eine Schande, dass der allgemein große Fortschritt in wichtigen Themenbereichen dadurch geschmälert wird, dass die Bedürfnisse der Bedürftigsten, die einer doppelten Diskriminierung ausgesetzt sind, nicht erhört werden. Wir sollten die nächsten fünf Jahre nutzen, sodass die Maßnahmen zugunsten von Menschen mit Behinderung wirklich alle erreichen“, betonte de Boer-Buquicchio.

Die Stellvertretende Generalsekretärin gehört zu den Rednern der Konferenz im Elite World Hotel am 9. und 10. Dezember in Istanbul, die vom türkischen Vorsitz im Ministerkomitee des Europarates organisiert wird und auf der der oben genannte Bericht vorgestellt wird. Die Ehefrau des Präsidenten der Türkei, Hayrünnisa Gül, wird die Eröffnungsrede halten. Die Teilnahme an der Konferenz beschränkt sich auf geladene Gäste.

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