Pressemitteilung - 664(2007)

Wahlen am 17. November: Langzeitbeobachter des Europarates im Kosovo eingetroffen

Pristina, 09.10.2007 – Am 8. Oktober sind 14 Langzeit-Wahlbeobachter (LTO) des Europarates aus zehn europäischen Ländern1 im Kosovo eingetroffen. Nach einer zweitägigen Schulung (9.-10. Oktober) werden sie in Zweierteams in sechs Gebiete im Kosovo entsandt und ein Team wird sich in Belgrad aufhalten. Der Europarat wurde das fünfte Mal in Folge von der Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo eingeladen, die internationalen Bemühungen zur Beobachtung des Wahlprozesses im Kosovo zu leiten.

Obwohl die 14 Beobachter insgesamt an über 100 Beobachtungsmissionen teilgenommen haben (einige davon auch im Kosovo), erhalten sie eine genaue Schulung über die Besonderheiten der kommenden Wahlen, bei denen erstmals Parlaments-, Kommunal- und Bürgermeisterwahlen zusammen abgehalten werden. Nach dem Kurs werden die Teilnehmer einen allgemeinen Überblick über die Geschichte der Region haben sowie über die letzten Wahlen im Kosovo, die politische Landschaft und über formale Fragen wie beispielsweise das Wahlverfahren. „Unser Ziel ist es, die besten Beobachter zu entsenden, die so ausgerüstet sind, dass sie ihre wichtige Aufgabe der Beobachtung des Wahlprozesses nach den höchsten professionellen Standards durchführen können“, betont Giovanni Di Stasi, Leiter der Beobachtungsmission des Europarates.

Die Beobachter haben die Aufgabe, den gesamten Wahlprozess genau zu verfolgen, um sicherzustellen, dass er vollständig internationalen Normen entspricht und dass die Bedingungen für transparente und demokratische Wahlen eingehalten werden.

Die Beobachter werden am Donnerstag, 11. Oktober, in die folgenden sieben Gebiete entsandt: Gjilane/Gnjilane, Nord- und Süd-Mitrovica (Kosovska Mitrovica/Mitrovice), Pec/Peja, Pristina/Prishtine, Prizren und Belgrad. „Man sollte nicht vergessen, dass bei den Wahlen 2004 die Entscheidung, Wahllokale außerhalb des Kosovo zu öffnen, eine Woche vor dem Wahltag getroffen wurde“, erklärt Giovanni Di Stasi. „Um proaktiv handeln zu können, wollen wir auf alle Eventualitäten gefasst sein. Unser Einsatzplan ist nicht in Stein gemeißelt. Er wird sich an die Ergebnisse unserer Experten und mögliche neue Gegebenheiten anpassen. Im Allgemeinen werden die Beobachter dort zum Einsatz kommen, wo es für unsere Mission am wichtigsten ist.“

Die Medien sind eingeladen, das Schulungsprogramm der Wahlbeobachter am Dienstag, 9. Oktober, zu besuchen (nur für Fotos). Giovanni Di Stasi wird Fragen der Medien beantworten. Medien, die teilnehmen wollen, müssen sich zunächst beim Pressereferenten des Europarates akkreditieren (Kontaktinformationen siehe unten) und sich um 9.30 Uhr am Eingang von Camp Charlie in Pristina melden.

Weitere Informationen und Akkreditierung:
http://www.coe.int/t/dc/files/events/2007_kosovo/default_DE.asp?
Wahlbeobachtungsmission des Europarates V : François Charlier, Pressesprecher
Mobil: + 377 (0)44 946 662 ; Tel: +381 (0) 38 504 604 Durchwahl: 8833;
E-Mail: francois.charlier@coe.int
Camp Charlie – Industriegebiet - Pristina 10000 Kosovo/UNMIK

1 Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Moldau, Niederlande, Schweden, Vereinigtes Königreich.

 

Pressestelle des Europarates
Tel: +33 (0)3 88 41 25 60
Fax:+33 (0)3 88 41 39 11
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