Pressemitteilung DC 152 (2013)

Die romastämmige türkische Regisseurin Elmas Arus mit dem Raoul-Wallenberg-Preis ausgezeichnet

Straßburg, 02.12.2013 – Der erste Raoul-Wallenberg-Preis des Europarates wurde von der Jury der jungen türkischen Filmregisseurin Elmas Arus zuerkannt. Die Auszeichnung würdigt ihren bedeutenden Beitrag zur Sensibilisierung gegenüber der Lage der Roma in der Türkei und darüber hinaus. Ihr Ziel ist es, zu einer Verbesserung der Situation der Roma beizutragen, insbesondre von Roma-Frauen, und die Diskriminierung, unter der sie leiden, zu einem Thema der politischen Debatte machen.

„Die Arbeit, die Elmas Arus mit Mut und Ausdauer leistet, ist ein sehr bedeutender Beitrag zur Bekämpfung der tief verwurzelten Vorurteile und Diskriminierungen, unter denen die Roma in ganz Europa zu leiden haben“, erklärte Generalsekretär Thorbjørn Jagland anlässlich der Bekanntgabe der Entscheidung der Jury.

Zwischen 2001 und 2010 besuchte Elmas Arus mit einer Gruppe Freiwilliger ihrer Universität mehr als 400 Roma-Siedlungen in 38 Städten der Türkei. Dabei produzierten sie 360 Stunden Filmmaterial und einen einstündigen Dokumentarfilm über die Herausforderungen, vor denen die Roma-Gemeinschaften in der Türkei stehen. Außerdem gründeten sie die Organisation Zero Discrimination, die ähnlichen Gruppierungen den Weg geebnet hat: Heute gibt es mehr als 200 Roma-Vereinigungen in der Türkei. Ihre Arbeit war bei der Ausarbeitung der Politik der „Öffnung gegenüber den Roma“ durch die türkische Regierung im Jahr 2009 von grundlegender Bedeutung.

Die Verleihung des Preises, der mit 10 000 € dotiert ist, findet am 17.01.2014 im Gebäude des Europarates in Straßburg statt.

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