Pressemitteilung - DC033(2013)

Europarat: Startschuss für die „Bewegung gegen Hassreden“

Straßburg, 19.03.2013 – Eine Flut der Fremdenfeindlichkeit, der Intoleranz und der Diskriminierung überschwemmt den Cyberspace: Hassreden sind nunmehr zu einer häufigen Form von Menschenrechtsverletzungen geworden, was sowohl online als auch abseits des Internets schwere Folgen nach sich zieht. Unter den jugendlichen Internetnutzern verbreiten sich hasserfüllte Äußerungen, sie werden unterstützt, gerechtfertigt und gefördert, und dies ist heute zu einer dringenden Herausforderung für unsere Gesellschaft geworden.

Durch aggressiven Nationalismus und Ethnozentrismus motivierte Vorurteile, Feindseligkeit gegenüber Minderheiten, engstirnige Ablehnung in Fragen der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Christenfeindlichkeit, Cybermobbing, Romafeindlichkeit und Islamophobie: Die möglichen negativen Auswirkungen der Onlinekommunikation auf die demokratische Entwicklung geben einigen Anlass zur Besorgnis.

Als Antwort auf diese Herausforderungen hat der Europarat das Jugendprojekt zur Bekämpfung von Hassreden im Internet ins Leben gerufen. Diese Initiative soll den Jugendlichen und den Jugendorganisationen die notwendigen Fähigkeiten vermitteln, um diese Menschenrechtsverletzungen zu erkennen und zu bekämpfen, und somit der Zurückdrängung von Rassismus und Diskriminierung als Formen von Hassreden im Internet dienen.

In den Europäischen Jugendzentren in Straßburg und Budapest nehmen Blogger und Aktivisten an Ausbildungskursen teil, die zur Entwicklung von Communitys in gesunden sozialen Netzwerken beitragen sollen und dabei auf eine innovative Methode zur Entwicklung von Fähigkeiten zurückgreifen.

Am Freitag, den 22. März gibt Generalsekretär Thorbjørn Jagland im Palais de l’Europe (Foyer des großen Sitzungssaals) den Startschuss für die Bewegung gegen Hassreden. Die Veranstaltung steht Pressevertretern nach Akkreditierung offen (Live-Übertragung).

Gleichzeitig mit dieser Sensibilisierungskampagne, die Einstellungen verändern und zum Schutz der Menschenrechte im Internet motivieren soll, finden auch nationale Jugendkampagnen statt. Diese werden dank EEA Norway Grants als strategischem Partner sowie freiwilligen Beiträgen Finnlands und der französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens in 33 Mitgliedsstaaten gestartet.

Kontakt:

Giuseppe Zaffuto, Medienreferent, Tel. +33 3 90 21 56 04, Mobiltelefon +33 6 86 32 10 24

Direktion für Kommunikation des Europarates
Tel: +33 (0)3 88 41 25 60
Fax:+33 (0)3 88 41 39 11
pressunit@coe.int

www.coe.int



 Top