Pressemitteilung CG 088 (2013)

Internationales Seminar: „Regional- oder Minderheitensprachen im heutigen Europa“

Straßburg, 05.12.2013 – Am 9. (Nachmittag) und 10. Dezember (Vormittag) veranstalten der Kongress der Gemeinden und Regionen und das Sekretariat der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen im Gebäude des französischen Senats (Palais du Luxembourg, Paris) ein Seminar zum Thema „Regional- oder Minderheitensprachen im heutigen Europa“.

Regional- und Minderheitensprachen stellen einen wichtigen Bestandteil des europäischen Kulturerbes dar. Um deren Schutz und Förderung zu gewährleisten, hat der Europarat deshalb 1992 die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen verabschiedet, die bislang von 25 Mitgliedsstaaten ratifiziert wurde. Das Seminar gibt Gelegenheit, vom Standpunkt der Europäischen Union und des Europarates aus eine Bestandsaufnahme der Lage der Regionalsprachen vorzunehmen. Insbesondre wird der vom Europäischen Parlament im Juni 2013 verabschiedete Bericht über „Die vom Aussterben bedrohten europäischen Sprachen und die Sprachenvielfalt in der Europäischen Union“ vorgestellt. Besonderes Augenmerk wird außerdem auf die Rolle der Gemeinden und Regionen beim Schutz der Regional- oder Minderheitensprachen gelegt. Eine der Sitzungen beschäftigt sich im Besonderen mit den sechs Mitgliedsstaaten des Europarates, die sich zum Zeitpunkt ihres Beitritts zur Ratifizierung der Charta verpflichtet haben, diese bislang jedoch nicht vollzogen haben (Albanien, Aserbaidschan, Georgien, „ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“, Republik Moldau, Russische Föderation), eine andere befasst sich mit der Lage in Frankreich und Italien, welche die Charta gezeichnet, aber noch nicht ratifiziert haben.

Jean-Vincent Placé, Abgeordneter im französischen Senat sowie Vorsitzender der Kontaktgruppe zwischen dem Ausschuss der Regionen der Europäischen Union und dem Kongress der Gemeinden und Regionen, und Kongresspräsident Herwig van Staa werden das Seminar eröffnen. Unter den Teilnehmern befinden sich Vertreter von Regierungen und Regionen sowie aus der Zivilgesellschaft.

Auf der Rednerliste stehen François Alfonsi, Berichterstatter des Europäischen Parlaments und Kovorsitzender der interfraktionellen Arbeitsgruppe für traditionelle Minderheiten, Volkgruppen und Sprachen, Vesna Crnić-Grotić, Vorsitzende des Expertenausschusses der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, sowie Paul Molac, Kovorsitzender der Studiengruppe für Regionalsprachen der französischen Nationalversammlung. Einige Mitglieder des Kongresses sprechen über die Lage in ihren jeweiligen Ländern. Jean-Claude Frécon (Frankreich, SOC), Präsident der Kammer der Gemeinden des Kongresses, beschließt das Seminar.

Im Rahmen der Eröffnung des Seminars findet am 9. Dezember um 14.00 Uhr im Clémenceau-Saal des Palais du Luxembourg (Paris) eine Pressekonferenz statt. Teilnahmewillige Journalisten werden gebeten, sich bezüglich einer Akkreditierung an Frau Pauline Cadéac (pauline.cadeac@coe.int) zu wenden und sich am Tag des Seminars bei der Empfangsstelle des Senatsgebäudes zu melden (Rue de Vaugirard 15 oder 15ter). Das Seminar steht der Presse offen.

Programm
Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen

Kontakt an Ort und Stelle: Sabine Zimmer – Leiterin der Abteilung für Planung, Koordinierung und institutionelle Kommunikation des Kongresses der Gemeinden und Regionen: sabine.zimmer@coe.int, Mobiltelefon: +33 6 10 47 37 89

Abteilung für Planung, Koordinierung und institutionelle Kommunikation des Kongresses der Gemeinden und Regionen:
Tel: +33 (0)3 90 21 48 95
Fax:+33 (0)3 88 41 27 51
congress.com@coe.int

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